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Tai Chi Kampfkunst und
Kampfsport Qigong
Arbeitskreise im Dachverband:
Tai Chi Kampfkunst. Stellung für eine
Stehmeditation des Qigong vorgeführt von Zhang Youquan anlässlich eines
Seminars in Hamburg.
Traditionelles Tai Chi-
Lesetipp zu Schattenboxen, Bewegungslehre, Kampfkunst, Kampfsport, Push Hands
(Tui Shou), Klassischer Yang-Stil.
Tai Chi Kampfkunst
Im Yang-Tai-Chi steht man traditionell in
bestimmten meditativen Haltungen, wie es hier Meister Zhang demonstriert.
Gibt es spezielle Übungen für Kampfkunst/
Kampfsport und
spezielle Übungen für Gesundheit?
Grundsätzlich sind in östlichen Künsten
Kampfkunst und Gesundheitsförderung traditionell verbunden - schließlich
sollten Soldaten ja kämpfen können und zugleich gesund sein.
Kampfkunst-Meister waren traditionell oft auch in Traditioneller
Chinesischer Medizin geschult und wussten viele Trainingsverletzungen
erfolgreich zu behandeln. Sehr verbreitet ist allerdings auch die Ansicht,
das allzu rigorose Kampfkunst-Training führe zu einer verkürzten
Lebenserwartung, während maßvolles Training die Langlebigkeit fördere.
Macht Tai Chi
unbesiegbar oder kugelfest?
Viele Menschen
möchten dies so sehen, doch ist Realismus doch viel klüger und viele Meister
haben immer wieder betont, ihre durch langes Üben erworbenen Fähigkeiten
seien nicht übermenschlich! Im Laufe der Jahrhunderte gab es jedoch immer
wieder Gruppen, die durch Praktizieren bestimmter Qigong-Techniken nach
Unbesiegbarkeit strebten und übernatürliche Fähigkeiten erlangen wollten
(man denke nur an "Panzerhemd-Qigong". Viele Kämpfer der
"Boxer-Aufstände" glaubten fest an ihre übersinnlichen Fähigkeiten. Noch
häufiger wurde durch Qigong-Praktizieren eine über die menschliche Natur hinausgehende
Langlebigkeit erhofft. Zugrunde liegt natürlich ein zutiefst menschliches
Bedürfnis nach Stärke und Unvergänglichkeit.
"Jeder Angriff, jede
Verteidigung muss mit Chi erfüllt sein. Auf diese Weise fließt die Urkraft
der Welt in die Bewegung der Kämpfer ein und macht sie unüberwindbar".
Quelle: http:/www.zdf.de/ZDFde/inhalt/30/0,1872,2058046,00.html . Doch
in den meisten Schulen des Buddhismus und Taoismus wird dies abgelehnt und
auch verachtet, da es dem geforderten Loslassen und Abbau des Egos
entgegensteht. Das Streben nach Gesundheit ist dagegen ausdrücklich
erwünscht - man wollte gesund bleiben, um mehr Chancen zu haben, sich
weiterzuentwickeln und ein guter Mensch zu werden!
Viel Schwierigkeit - nicht
nur in der Kampfkunst sondern auch als Gesundheitsförderung - bereitet
das Prinzip, Weichheit und Härte im Zusammenhang zu begreifen. Dieses
Wechselspiel ist ein eindrucksvolles Beispiel für die Yin-Yang-Philosophie.
Quelle:
Innere Kampfkunst
Tai Chi Kampfkunst und
Gesundheit
Tai Chi (auch Taijiquan, T'ai Chi Ch'üan geschrieben) ist eine innere
chinesische Kampfkunst, deren unterschiedlichen Stile und Schulen, denen
gemeinsame Werte zugrunde liegen wie z. B. Taoismus und Buddhismus. Ein
wichtiges Kriterium ist die tiefgehende Lockerung/ Entspannung der Sehnen und
der Muskulatur und bewegliche Gelenke. Damit wollte man innere, weiche
Kampfkunst-Stile von den sogenannten harten Stilen der Kampfkunst abgrenzen, bei
denen neben Lockerheit auch intensives Muskeltraining betrieben wird.
In der modernen Zeit wird Tai Chi vorwiegend als Gesundheitsübung
betrieben, bei der Kampfkunst-Anwendungen kaum noch eine Rolle spielen. Dies
zeigt sich auch in der Langsamkeit, mit der Tai Chi ausgeführt wird. In vielen
Teilen der Welt wird Tai Chi regelmäßig morgens im Freien, etwas in Parks oder
Grünanlagen, praktiziert. Geübt werden Wahrnehmung, Bewußtsein, Balance/
Gleichgewicht. Letzteres kommt besonders den Senioren zugute. Typisch für
östliche Kampfkunst ist der Balance-Aspekt in physischer und mentaler Hinsicht -
es geht stets um Kampf gegen das Ego, um Mäßigung und Ausgeglichenheit des
ganzen Menschen und seine Eingebundenheit in die soziale Umgebung.
Qigong und seine enge Beziehung zu den chinesischen Kampfkünsten haben oft
wichtige Aspekte der Spiritualität. Für Jahrhunderte gehörte Qigong daher in den
Bereich religiöser Praktiken - viel mehr als andere Bereiche der Traditionellen
Chinesischen Medizin (TCM). Historisch gesehen wurde Qigong intensiv in
taoistischen und buddhistischen Klöstern als Zusatz zur Kampfkunst praktiziert.
Dieser Aspekt ist noch heute in Ostasien gut bekannt. Traditionelle Lehrmethoden
vieler Qigong-Schulen in Asien beruhen auf der strengen Lehrer-Schüler-Beziehung
des Konfuzianismus.
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