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Traditionelles Tai ChiTraining und TechnikenGrundlage des Tai-Chi-Trainings sind die Form und die Partnerübungen,
insbesondere das Push-Hands. In der Form gibt es Unterschiede in der Größe der
Bewegungen, in der Geschwindigkeit/ Rhythmus und in der Höhe der Stellungen. Im
Push-Hands trainiert man das "Anhaften" und die Sensitivität der Reflexe während
der mit dem Partner ausgeführten Angriffe und Abwehren. Zentraler Punkt ist das
geschickte Verlagern des Schwerpunktes des Körpers. Geschult werden dabei vor
allem das Ansetzen der Hebel, Timing, Koordination und der richtige Abstand.
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Das Aufrechterhalten des Gleichgewichts spielt eine zentrale Rolle - stets geht es um Balance nach dem Yin-Yang-Prinzip. Gleichermaßen ist "Äußere Balance" und "Innere Balance" gemeint. Was östliche Bewegungskünste für westliche Menschen in der heutigen Zeit so attraktiv macht, ist nicht zuletzt die Vorschrift "Man beginnt mit Sinken und Loslassen". Die daraus resultierende Entspannung hat sich für zahllose Übende eine Quelle für Erholung und innere Kraft erwiesen, die sie nicht mehr missen möchten. Der Schüler hat dann gelernt, sich innerlich zu nähren (Yang Sheng). Eine Eigenart der Bewegungen ist, dass sie sanft, gerundet und gleichmäßig ausgeführt werden. Sehnen, Gelenke und Muskeln profitieren besonders, wenn die Übungen über längere Zeit praktiziert werden. Traditionell wird gefordert. dass "Innen" (das Bewusstsein) und das "Außen" (der Körper) im harmonischen Einklang sein sollen, sodass man genau das tut, was man gerade denkt. Eine weitere Harmonie ist die von "Unten" (der unteren Körperhälfte) und "Oben" (der oberen Körperhälfte). Wie man bei Fortgeschrittenen leicht erkennen kann, entstehen so sehr schöne Ganzkörperbewegungen. Viel Schwierigkeit bereitet das Prinzip, Weichheit und Härte im Zusammenhang zu begreifen. Dieses Wechselspiel ist ein eindrucksvolles Beispiel für die Yin-Yang-Philosophie. Wechsel von langsam und schnell, wie er noch heute in einigen Tai-Chi-Stilen und Schulen vorkommt. Öffnen und Schließen ist ein
wichtiger Punkt. Er wird oft mit der Atmung verbunden und mit
gegensätzlichen Bewegungen und verschiedenen Fußbewegungen während der
Schritte. Lesetipp:
Der berühmte Meister Yang in Deutschland: Yang Zhenduo Web-Info: Network Europe Yang Chengfu Tipp für Tai Chi Lehrer aus Luxemburg: Fachfortbildungen im Saarland: Tai Chi Luxemburg Saarbrücken
Tai Chi
Deutschland,
Tai-Chi-Form: Namen als Hilfe?Viele Bezeichnungen in der Langform des Yang-Stils sind klare Angaben - man denke nur an "Zehentritt", "Fersentritt" oder "Fauststoß". Einige Bezeichnungen sind der Philosophie entlehnt, z. B. "Nadel im Meeresboden" (Die Nadel ist Symbol für den Verstand und die Analysefähigkeit des Menschen - der Meeresboden dagegen steht für das Unbewusste; somit stellt die bildhafte Bezeichnung die Natur des Menschen dar und wie er damit umgehen könnte). Andere Namen sind falsch verstandenes Altchinesisch, z. B. "Vogel am Schwanz packen", was ursprünglich Gewand, Gürtel und Kampf bezeichnete. Andere Namen werden verhüllend benutzt, wie "Schöne Frau am Webstuhl". Etliche Namen sind bezogen auf früher übliche Techniken und Anwendungen, z. B. "Übers Knie streifen" (heute berührt man das Knie ja nicht) oder "Hände heben", was früher eine steigende Abwehr war, zu der man die Hand hob. Dr. Langhoff vom Tai Chi Zentrum Hamburg e. V. (Tai Chi Hamburg) plant Seminare in Hamburg (Yang-Stil-Langform, Push Hands/ Tui Shou, Kampfkunst-Anwendungen/ Selbstverteidigung). Traditionelles Tai Chi ( 太極拳 / 太极拳)Quelle: Traditionelles Tai Chi, Lesetipp: Klassischer Yang-Stil: Yang Chengfu, ÜberblickTraditionelle Tai-Chi-Meister unterrichten Tai Chi als Kampfkunst entsprechend seiner Historie. Dass in der modernen Zeit die meisten Menschen Tai Chi als Gesundheitsübung trainieren, ist damit jedoch gut vereinbar. Schließlich hatten chinesische Kampftechniken auch früher den Ruf, die Gesundheit zu stärken und ein wirksames Mittel gegen Stress zu sein. Diese "Meditation in Bewegung" folgt zudem in Theorie und Praxis wichtigen Prinzipien der Traditionellen Chinesischen Medizin. Besonders in fortgeschrittenen Stadien des Unterrichts kommt dies zur Geltung. Den alten Schulen zufolge betont das praktische Tai-Chi-Training bei gegnerischen Angriffen Hebel-Anwendungen durch die Gelenke. Benutzt wird dazu nicht so sehr Muskelkraft und Spannung sondern vorrangig Entspannung und Lockerheit. Durch beständiges konzentriertes Üben dieser sanften Hebel-Bewegungen verbessern sich innere Zirkulationen, Blutfluss sowie die Atmung. Von diesen positiven Entwicklungen und Erleichterungen profitiert wiederum die allgemeine Lebensführung und es steht mehr Energie zur Verfügung. Die Beschäftigung mit Tai Chi umfasst drei Hauptbereiche
Traditionelles Training beinhaltet stets alle drei Kategorien. Viele moderne Stilrichtungen und Schulen gehen nicht so ganzheitlich vor. Die Mandarin-Bezeichnung "T'ai Chi Ch'uan" bedeutet "Höchstes äußerstes Boxen" oder "Höchste Faust". Zum Training gehören Formen, Push-Hands-Partner-Übungen und Akupressur-Techniken. Von vielen Schulen wird Tai Chi auf dem Hintergrund des Taoismus und Buddhismus unterrichtet und trainiert. Die Vorläufer des Tai Chi gehen Fachleuten zufolge Jahrtausende zurück, wenngleich die Kunst unter dem heutigen Namen Tai Chi erst ab 1850 erwähnt wird. Orthodoxe Schulen der Kampfkunst vermitteln dem Schüler die optimale Anpassung an gegnerische Kräfte. Sie stellen damit das Prinzip des Ausgleichs, des ständigen Wandels und die Yin-Yang-Theorie in den Vordergrund. Lesetipp Authentischer Yang-Stil: Ein Tai-Chi-Meister der inneren Kampfkunst: Yang Luchan. Sein Nachfolger in der 4. Generation Yang-Tai-Chi: Yang Zhenduo. Wu Chien-ch'üan, co-founder of the Wu family style, described the name T'ai Chi Ch'üan this way at the beginning of the 20th century: "Various people have offered different explanations for the name T'ai Chi Ch'uan. Some have said: 'In terms of self-cultivation, one must train from a state of movement towards a state of stillness. T'ai Chi comes about through the balance of yin and yang. In terms of the art of attack and defense then, in the context of the changes of full and empty, one is constantly internally latent, not outwardly expressive, as if the yin and yang of T'ai Chi have not yet divided apart.' Others say: 'Every movement of T'ai Chi Ch'uan is based on circles, just like the shape of a T'ai Chi symbol. Therefore, it is called T'ai Chi Ch'uan.' Both explanations are quite reasonable, especially the second, which is more complete." |
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